Ausflug nach Zanonien

Auf nach Zanonien! 1897 im Dschungel Südostasiens: Friedrich Ahlborn entdeckt auf seiner Expedition die Blume Zanonia macrocarpa. Aus der Familie der Kürbisse, beeindruckt diese Pflanze vor allem durch ihre Fortpflanzung mit Hilfe des Windes. Die Gleitflugfähigkeit ihres Flugsamens ergibt sich durch trockene Flughäutchen mit 10 bis 14 Zentimetern Spannweite. Ahlborn beschreibt die aerodynamische Stabilität des…

Auf nach Zanonien!

1897 im Dschungel Südostasiens: Friedrich Ahlborn entdeckt auf seiner Expedition die Blume Zanonia macrocarpa. Aus der Familie der Kürbisse, beeindruckt diese Pflanze vor allem durch ihre Fortpflanzung mit Hilfe des Windes. Die Gleitflugfähigkeit ihres Flugsamens ergibt sich durch trockene Flughäutchen mit 10 bis 14 Zentimetern Spannweite. Ahlborn beschreibt die aerodynamische Stabilität des Zanonia-Flugsamens, dessen dünne Haut durchsichtig und zart, unaufdringlich zurückhaltend in der Sonne glitzert und leise raschelnd im Wind flattert.

Die Raummarkierung auf der Festwiese ist weithin zu sehen. Ist es eine Libelle oder ein Flugdrachen? Etwas flattert und rauscht leise über den Köpfen der Passanten. An einer filigranen Konstruktion aus flexiblen Eisenstangen befestigt, schwebt ein überdimensionierter Flugsamen. In einem Gerüst aus Holz ist (semi)transparentes Tuch bzw. Plastik aufgespannt, reflektiert die Sonne und bewegt sich sachte im Wind.

„Auf nach Zanonien!“ versteht sich als Aufforderung die Gedanken in eine entfernte Traumwelt zu richten, sich kurz wegtragen zu lassen, abzudriften in eine Phantasiewelt. „Auf nach Zanonien!“ ist eine Einladung zum Träumen und eine Pause vom Alltag. Schließe die Augen und denk dich in ein Abenteuer…

Das Kollektiv Von Null arbeitet an der Schnittstelle von Landschaftsarchitektur, Architektur und Kunst. Unsere Arbeiten sind ortsspezifisch, manchmal raumgreifend, manchmal sensibel und zurückhaltende Eingriffe und Umdeutungen von Räumen.

Inspiriert von riesigen Flugsamen einer südasiatischen Tropenpflanze, flattert und rauscht die filigrane Skulptur im Wind. Erinnert an eine Libelle, die dünne, durchsichtige Haut glänzt in der Sonne. Leicht, unbeschwert, Richtung Zanonien!

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